Montag, 26. März 2007

Ein Trip nach Coromandel!

Ich bin nun seit 6 Wochen in Auckland und so interessant wie die Stadt auch sein mag, es ist und bleibt eine Großstadt, von der man auch mal die Nase voll hat! Der ganze Verkehr, all die Menschen...Es ist Zeit mal ein Wochenedne im "Freien" zu verbringen.
Somit beschlossen wir, d.h. Jan, Robert (jemand aus einer meiner Kurse) und ich das Wochende auf der Halbinsel Coromandel zu verbringen. Sie liegt im Südosten von Auckland und soll Berichten zufloge sehr schön sein. Also nahmen wir das Auto und machten uns auf nach Coromandel. Nach etwa 3 Stunden Fahrt waren wir am Hals der Halbinsel angelangt und beschlossen zuerst die Westküste entlang zu fahren. Das linke Bild zeigt übrigens mein Auto, welches ich mir hier zugelegt habe :)
Nach weiteren 3 Stunden hatten wir die Westkueste geschafft und fuhren nach Hanui zur Ostkueste, wo wir uns in einem Backpacker einquartierten und uns anschließend auf den Weg zur sogenannte Cathedral Cove aufmachten - und dies stellte alles bis jetzt gesehen in den Schatten! So ein toller Strand und dann der Kreidefelsen dazu, einfach schön!
Nachdem wir von der Cove und dem Sprung ins kuehle Nass zurück waren, fuhren wir weiter zur Hot Water Beach, auch das war ein klasse Erlebnis. Dies ist ein Strand an dem es an einer bestimmten Stelle heiße unterirdische Quellen gibt und bei Ebbe kann man sich ein kleines Locham Strand buddeln und sich in das heiße Wasser legen, welches aus dem Boden kommt. Schon komisch, wenn 10m weiter das kalte, salzige Meer tobt! Natürlich waren die Quellen heiß begehrt bei Touristen und somit waren es auch einige Leute, die sich dort tummelten als wir ankamen. Das war jedoch nur zu unserem Vorteil - wir brauchten nämlich keine Loch mehr zu buddeln nur noch reinlegen und genießen!
Am naechsten Tag sind wir dann weiter ins Innere der Halbinsel gefahren um eine Wanderung in den Pinnacles zu machen. Die Pinnacles sind eine Art Gebirge welche aus Vulkangestein entstanden sind. Die Zeit die man für die Wanderung einplanen sollte, war im Reiseführer mit ca. 6 - 8 Stunden angegeben. Doch Kraft unserer Wassersuppe glaubten wir sie in ca. 4 Stunden schaffen zu können. Aber weit gefehlt, die Tour war anstrengender als Gedacht. Sie führte über felsige Hänge in denen Steinstufen reingehauen waren. Es hieß also fast die ganze Zeit Treppen steigen und das war ganz schön anstregend und auch nicht ungefährlich an manchen Stellen. Das Ergebnis waren 5 1/2 Stunden Wanderung und zwei kaputte Schuhe meinerseits :-/ Aber trotzdem bot sich eine beeindruckendes Scenario, mit einem Mix aus schroffen Felsen, Dschungel- und Savannenähnlicher Landschaft!

Nach der Wanderung mussten wir dann auch schon wieder zurück nach Auckland, was einem reichlich schwer fiel nach so ein paar tollen, aber irgendwie zu kurzen Tagen.


Übrigens: Ihr könnt auch auf die Bilder klicken, dann seht ihr sie in Groß ;)

Sonntag, 11. März 2007

Meine ersten Surferfahrungen

Am 10. 03. waren Jan und ich das zweite mal in Piha um uns Boards auszuleihen und einfach loszusurfen - naja, zumindest soweit es unsere sehr beschränkten Fähigleiten zuließen. Trotzdem macht es immer riesen Spaß!
Angekommen in Piha, wurden erst mal die Bretter ausgepackt und in den Wetsuit reingeschlüpft, süß net!?
Danach gings dann los ab in die "großen" Wellen, aber zuvor musste man erstmal durch die kleinen Wellen, was nicht immer einfach war.

Wenn man dann irgendwann nach 10 oder 15 min draußen ist, heißt es warten...und warten und warten auf die passende Welle - und genau an dieser Stelle wird mir immer bewusst warum ich so gerne Windsurfe ;)
Wenn man dann irgendwann etwas wellenartiges erspäht hat, heißt es paddeln bis der Arzt kommt. Pakt einen schließlich die Welle, muss man "nur" noch versuchen aufzustehen...

was nicht immer klappt...denn oft (eigentlich viel zu oft) wird man einfach vom Board gespült. :(

Tja, und dann heißt's wieder von vorne los... so betrachtet, besteht surfen eigentlich nur aus paddeln und warten - da weiß man auch, warum viele Surfer so gut gebaut sind, ist nämlich ganz schön anstrengend!
Wenn man dann aber mal eine Welle ordentlich abgepasst hat, kann es unter Umständen schon mal passieren, dass man es schafft sie zu surfen ;)


In den ganzen 3 Stunden, die wir auf dem Wasser waren, hab ich ungefähr 3 oder 4 mal geschafft ansatzweise auf dem Board zu stehen. Aber nach 3 Stunden sind dann die Kräfte auch wirlkich am Ende, dann heißt es nur noch sich gemütlich zurück zum Strand treiben zu lassen!

Donnerstag, 8. März 2007

Was bisher geschah...

Ich habe mich heute entschieden doch einen Blog zu gestalten, in dem ich Euch meine Eindrücke und Erlebnisse schildern kann.
Da ich jedoch schon seit gut einem Monaten hier bin, versuche ich "kurz" zusammen zu fassen, was ich bis jetzt hier alles erlebt und gesehen habe.

Nachdem ich am 11.02.07 völlig fertig hier in Auckland angekommen bin, hieß es erstmal ab zum Studentenwohnheim, wo ich Übergangsweise wohnen sollte. Dort angekommen, konnte ich endlich mein sehr überschaubares Zimmer betrachten. Aber wenigstens hatte es ein annehmbares Bett, welches im Moment das einzige war nachdem ich mich gesehnt hatte...endlich schlafen!
Am nächsen Morgen, nach dem überdurschnittlich, unterdimensionierten Frühstück(d.h. etwas Weißbrot mit Erdnußbutter oder Marmelade), welches im Wohnungspreis mit enthalten war, ich aber diesen wiederum noch nicht wusste, war mir klar, dass ich mich so schnell wie möglich nach etwas anderem umsehen müsste.

Doch zunächst hieß es erstmal ab zur Uni und sich um die Einschreibungen kümmern, was jedoch wiedererwartend ohne große Probleme und sehr zügig geschah - umso besser - je schneller konnte ich nach einer anderen Bleibe suchen.
Also machte ich mich am 3. Tag in Auckland und immer noch im Zustand geistiger Umnachtung(Jetlag) auf dem Weg meine ersten rausgesuchten Wohnungen abzuklappern. Also fing ich mit Wohnungen an, in einer Preisklasse, die für Emder Verhältnisse schon einiges versprechen sollte. Aber weit gefehlt...die so genannten Wohnungen, die ich mir für umgerechnet etwa 65 Euro pro Woche angeschaut habe, könnte man besser als Pappbunker(hier gibts kaum Steinhäuser) mit Loch zur Sauerstoffaufnahme(Fenster) bezeichnen. Schon war mir klar, dass ich wohl etwas tiefer in die Tsche greifen müsste. Doch wie es der Zufall will, hat mich eine 45- jährige Malaysianische Vermieterin, namens Bee Choo, über ein Wohnungswebsite angeschrieben, sie sei an meinem Profil interessiert. Die wahrscheinlich verständliche, anfängliche Skepsis verflog jedoch sofort als ich die Wohnung/ das Haus sah.
Auf dem linken Bild ist mein überaus helles, freundliches Zimmer mit Queensizebett zusehen und auf dem rechten Bild die relativ große Küche, welche ja essentiell ist, zumindest für mich ;o)

Also an diesem Angebot kam nun keine andere Wohnung mehr vorbei und auch die anderen Mitbewohner, d.h. der Freund von BeeChoo namens David und Nikolai, ein 31- jähriger Mediendesignstudent aus Dänemark, waren durchaus symphatisch! Somit zog ich dann am Sonntag in mein neues "Haus" ein!

Zu diesem Zeitpunkt hatte ich dann auch meinen Jetleg überwunden und konnte endlich anfangen die Stadt richtig wahrzunehmen. Das erste was ich unternahm, war auf den Skytower zu gehen, welcher mit insgesamt 336m höher als der Eiffelturm ist! Von der Besucherplattform aus(225m) hatte man einen beeindruckenden Blick über Auckland. Links ist ein Teil der Hafenanlagen zu sehen, in der ca. 1000 Boote liegen und das ist auch nur ein Teil der gesamten "Flotte" die Auckland zu bieten hat. Es heißt also nicht umsonst "City of Sails". Ansonsten ist Auckland mit seinen ganzen Stränden, Buchten und Inseln schon sehr interessant. Auch an Geschäften mangelt es hier nicht, es gibt kaum eine Straße die keine Läden bestitzt. Wenn man sich die Stadt genauer anschaut merkt man aber, dass sie sehr amerkanisch geprägt ist. Der Stil der Häuser, die Aufmachung der Geschäfte und nicht zuletzt die vielen Fastfood Restaurants, wenn sowas überhaupt als Restaurant bezeichnen kann.
Da freu ich mich umso mehr, dass wir in meiner Wohnung eine sehr gepflegte Esskultur haben. Es gibt fast jeden Tag irgendwas leckeres und oft auch gesundes zu essen - fast immer wenn BeeChoo kocht ;) Dabei ist jeder mal dran mit Essen machen und eingekauft wird nach Bedarf, wie eine kleine Familie - richtig klasse!

Nach zwei Wochen in Auckalnd fing dann auch endlich mein Studium an, auf das mich aus irgendeinem Grund schon gefreut habe. Jedoch hatte ich mein Studienprogramm noch kurzfristig geändert, um die Möglichkeit zu erhalten am Ende mit einem Diplom abzuschließen. Dafür musste ich aber auch alles Schwerpunktskurse belgen, welches im nachhinein eine der schlimmsten Entscheidungen war, die ich getroffen hab. Denn nach ein paar Unterrichtsstunden war sämtliche Freude und Motivation verflogen. Die Kurse waren und sind immernoch hammerhart - zumindest für einen Fachhochschüler - denn ich versteh fast gar nix von dem, was uns die Proffesoren dort erzählen. Es ist die pure Physik und Mathematik und alles nur über Gleichungen, Differentiale, Integrale usw. Ich fühle mich als ob mir zwei Jahre Studium fehlen, denn das haben wir in Emden nicht mal Ansatzweise gemacht. Da merkt man erst wie theoretisch so eine Uni ist und wie praktisch orientiert so eine Fachhochschule ist. Aber nützt nix, da mus ich jetzt irgendwie durch...mal sehen was das wird!

Doch nun zurück zur sonnigen Seite des Lebens - das einzige was mich hier motiviert! :) Nachdem ich ein paar Bekanntschaften gemacht hab, alles deutsche, schon komisch, oder!? - bin ich dann mit Jan nach Piha gefahren, das ist der Surfspot schlecht hin hier in Neuseeland. Dort habe ich dann das erste mal versucht zu surfen und es hat reisig Spaß gemacht, obwohl ich mich eigentlich mehr neben und unter, als auf dem Board befand. Trotzdem wollte ich das auf alle Fälle wiederholen und heute bin ich stolzer Besitzer eins eigenen Surfboards, mit dem ich auch schon 3 mal(in einer Woche) zum surfen war. Und ich muss sagen, mittlerweile klappt es schon recht gut - mal abgesehen von dem verstauchten Finger oder dem Kopf, den ich mir am Meeresboden gestoßen hab!