Montag, 20. August 2007

Im Paradies

Wie im letzten Blog versprochen nun ein paar Eindrücke von Fiji!
Ich war mit Anastasia dort für eine Woche - eine Woche Paradies - ohne Telefon, Fernseher, Radio, Internet, einfach nur wir beide, die Insel und das Meer! Es waren wirklich kaum Menschen auf der Insel. In unserem Resort waren es vielleicht 15 oder 16 andere Urlauber, schon allein das macht es zu etwas besonderem!

Schon auf dem Schiff sind wir an wundervollen Buchten und Stränden vorbeigekommen. Es hat ungefähr 4 1/2 Stunden gedauert bis wir unsere Insel erreicht haben, sie war ca. 140 km vom Festland entfernt. Als wir endlich da waren staunten wir nicht schelcht, denn es war wirklich eine der schönsten Inseln die wir bisher gesehen haben und begrüßt wurden wir mit einem leckeren Wilkommensdrink und einer Muschelkette.

Nach kurzer Einführung ins Paradies von seiten des Hotelmanagers wurde uns dann unsere Unterkunft gezeigt, es war eine schicke kleine Hütte, die Bure genannt wird.

Innen war sie liebevoll mit einheimischen Blumen geschmückt, die man auf Regalen, im Bett und im Badezimmer fand. Die Bure hatte keine Scheiben nur bewegliche Lamellen, die man zu machen konnte und Moskitonetze, aber mit Mücken hatten sie zu der Zeit Gott sei Dank nicht so viele Probleme.

Ein kleiner Balkon mit tollem Ausblick war auch noch dran! Nachdem wir dann alle Sachen ausgepackt haben sind wir erstmal zum Strand runter, der keine Minute weg war!

Und der Strand war der Wahnsinn, sowas kennt man sonst nur aus dem Fernsehen und von Postkarten oder ähnlichem und wir sollten das jetzt Live und in Farbe miterleben - kaum zu glauben aber wahr! Wirklich ein Traum!


Viel Sachen konnte man auf der Insel nicht machen, außer einfach entspannen und alle bösen Gedanken verbannen. Stress war da völlig fehl am Platz! Ich habe mich dann auch mal an einer Kokosnus probiert, die da zu Haufe rum liegen und ich muss sagen, es ist wirklich nicht so einfach so ein Ding aufzubekommen - aber nach ca. 1 1/2 Stunden unaufhörlich auf einem Stein rumhauend hab ich das dann doch geschafft und wir konnten die Kokosmilch und anschließend das Fleich genießen. Schmeckt gleich 3mal so gut, wenn man die selber aufgemacht hat! ;)

Und wenn man mal keine Lust auf Sonne hatte oder noch träge von dem vorzüglichen Essen war, konnte man seine Seele in einer der schattigen Hängematten baumeln lassen und einfach nur sein "dasein" genießen!

Wir waren auch fast jeden Tag in dem flachen, glasklarem Wasser schnorcheln. Zwischen den Korallen gab es nämlich allerlei bunte Fische zu entdecken, die man sonst nur aus Aquarien kennt. Und Seesterne gab es da, leuchtend blau!

Anastasia hat sogar einen mit vier Armen(!?) gefunden, ist glaub ich ziemlich selten, zumindest haben wir keine anderen Vierer mehr gesehen!

Und zwischen all den Wassertieren gab es auch noch andere, ganz besondere und wunderschöne Wesen, die in der Abendsonne ans Land kamen und mir unvergessliche Moment bescherten!

Fiji kann ich wirklich jedem empfeheln, der mal eine Woche pause braucht und einfach nur abschalten will, leider ist es zu weit weg von Deutschland aus, denn mehr als eine Woche könnte langweilig werden ;) Trotzdem war es einfach atemberaubend...

Montag, 30. Juli 2007

Noch ein bischen Norden!

Zwei Wochen nachdem Christoph weg war, war es dann endlich soweit! Nach so langer Zeit der Abstinenz, konnte ich Anastasia endlich wieder in meine Arme schließen! Das ist schon ganz schön anstrengend sich eine so lange Zeit nicht zu sehen!
Aber nun war sie ja da und das für einen ganzen Monat und wir hatten einiges vor!
Ich hatte leider Uni deswegen blieben uns "nur" die Wochenenden, jeden falls größteneils ;) Die haben wir dann aber auch richtig genutzt!
Am ersten Wochende sind wir dann ganz in den Norden gefahren, wollten uns die 90mile Beach und Cape Reinga(Nordcap) anschauen. Und es war wieder einmal ein wunderbares Erlebnis. Als erstes stand die 90 mile Beach an.

Das sind 140km Sandstrand, weiter als man schauen kann und wenn Ebbe ist kann man den auch befahren, da war sogar mehr los als auf der Straße die dorthin führte. Es steht auch extra ein Schild am Strandübergang: 100km/h :)

Wir sind dann noch bis zum Sonnenuntergang geblieben, wobei das Meer immer aufbrausender wurde. Ich schätze mal es waren so 3m bis 4 m Wellen dort am Abend, wenn nicht sogar noch größer!

Nach dem Untergang sind wir dann weiter Richtung Cape Reinga gefahren, sind dann aber nicht bis zum Kapp gefahren weil es schon zu spät war, sondern haben uns entschieden am nächsten Tag den Sonnenaufgang in aller früh anzuschauen. Und der Anblick der sich uns dort bot war einfach atemberaubend!!! So einen Sonnenaufgang hab ich in meinem ganzen Leben noch nicht gesehen und das stellt auch sämtliche Sonnenuntergänge in den Schatten, aber guckts euch einfach selber an auf den folgenden Fotos(live noch viel toller;)




Auf dem Rückweg sind wir dann noch zu den Bay of Islands gefahren, aber leider war das Wetter nicht so toll, ich hatte ja aber vorher schonmal berichtet - freut euch lieber auf die Bilder von unserem nächsten Abenteuer, was da heißt: FIJI :))

Sonntag, 15. Juli 2007

Apple Crumble!

Gestern Abend hab ich wahrscheinlich meinen ersten richtigen Kuchen gemacht, denn bis auf nen paar Plätzchen zu Weihnachten war da noch nicht viel!
Es ist ein Apfelstreusselkuchen mit Puddingfüllung!


Er ist sogar ganz ordentlich geworden, zwar nicht ganz so gut wie der von Mutti, aber schmecken tut er trotzdem ;) Und du hast recht Mutti - da können ruhig richtig Äpfel drauf, damit man die auch schmeckt, ich war da wohl nen klein wenig zu sparsam...
David scheint er auch zu schmecken, ist auch nur noch die Hälfte da - und das nach einem Tag *g*
Werd bestimmt irgendwann noch mal einen machen!

Montag, 9. Juli 2007

Unterwegs mit Christoph, dem Aussie ;o)

Wie im letzten Blog schon erwähnt wollte mich Christoph ja am 26.06. besuchen kommen und da kam er nun aus dem Arrival gate des Flughafens, nachdem ich etwa 1 1/2 Stunden auf ihn gewartet hatte und das nur, weil irgend jemand zuerst verarztet werden musste und somit keiner der Passagiere schon raus durfte.
Nachdem wir dann vom Flughafen zurück in meine Wohnung gefahren sind ging es auch schon gleich los - klare Nacht, also ab zum Skytower. Innerhalb von 2 Stunde nach Christophs Ankunft befanden wir uns also auf dem Skytower und konnten uns die Stadt mal bei Nacht anschauen.
Eine Etage teifer haben wir dann nochmal halt gemacht um etwas zu Essen, im Orbit Restaurant. Der Hammer kam als wir saßen und der Kellner uns freundlich darauf hingewiesen hat, dass es einen Mindestverzehr von 25$ pro Person gibt. *schluck* Naja, was machen, wir hatten Hunger also bleiben wir sitzen. Und nach dem Studium des Menüs war es auch gar nicht mehr schwer den Mindestverzehr zu erreichen, bei Preisen von um die 30$ für ein Hauptgericht. Aber dafür war das Essen auch köstlich. :)


Am nächsten Tag entschieden wir uns dann zum Lake(See) Taupo zu fahren um dort einen Skydive zu machen. In Taupo angekommen bot sich uns erstmal, aufgrund des klaren Wetters, ein phänomenaler Blick auf einen mit Schnee bedeckten Vulkan im Südwesten vom Lake Taupo. Wir haben dann auch gleich noch den Skydive für den nächsten Tag gebucht, nicht dass jemand auf die Idee kommen würde den vielleicht doch net zu machen ;)


Abends haben wir uns dann in der aufziehenden Kälte den wunderschönen Sonnenuntergang am See angeschaut, den anscheindend auch zwei Schwäne genossen haben, die sich in den letzten Sonnenstrahlen des Tages badeteten. Anschließend waren wir noch einkaufen um uns später etwas schönes zu Essen machen zu können. Das Schöne beschränkte sich dann jedoch auf Nudeln mit nem Hänchenschnitzel und einer komischen Beilage, der die kleinen sauren Partytomaten nicht bekommen sind ;) Aber essbar war es trotzdem!


Am nächsten Tag war es dann soweit, der Skydive rückte immer näher. Doch leider war das Wetter nciht mehr so schön wie am Tag bevor, zumindest Vormittags noch nicht. Also beschlosse wir den Skydive weiter nach hinten zu legen und sind dann noch 2 Stündchen Golfen gewesen, ein riesen Spaß!
Um 14 Uhr war es dann doch soweit und wir befanden uns an dem kleinen Flughafen, an dem der Skydive stattfinden sollte. Nach den Einweisungen, dem Anlegen der Ausrüstung und dem Bekanntmachen mit den eigentlich Fallschirmspringern, die man auf den Rücken bekam, ging es dann los ab in den Flieger und hoch auf 12,000 Fuß, was ca. 4000 m sind. Dort hieß es dann noch einmal in die Kamera lächeln und ab in die Tiefe...und man fiel.....und fiel....ganze 40 Sekunden atemberaubender, freier Fall. Dann ging der Fallschirm auf und man wurde sanft von ihm aufgefangen und konnte ganz entspannt, fast wie im Fernsehsessel, die wunderbare Landschaft von oben besichtigen. Ein wunderbares Erlebnis, das wohl keiner von uns beiden so schnell vergessen wird! Und ich kann euch nur raten, egal wie alt, wenn ihr die Chance dazu bekommt - MACHT ES!!! Es ist einfach der Wahnsinn! Und nebenbei bemerkt, Autofahren ist wohl bei weitem gefährlicher, als aus 4000m aus nem Flugzeug zu springen! ;)

Nach dem wir wieder zurück waren, haben wir ein paar Tage in Auckland verbracht, da das Wetter alles andere als gut war. Einen Abend sind wir dann noch mit ein paar Bekannten unterwegs gewesen um Aucklands Nachtleben kennen zu lernen und einen Tag Golfen waren wir auch nochmal *g*.

Am Dienstag haben wir uns dann jedoch ins Auto gesetzt und sind zur Bay of Islands gefahren, einer Region im Norden von Neuseeland!
Dort angekommen haben wir kurzerhand eine Jetboottour durch die Bucht gebucht. Das hieß also nächsten Tag um 10 Uhr Vormittags am Pier!
Als wir dann dort waren mussten wir erstmal in Gummiklamotten schlüpfen und dann hieß es ab aufs Boot und los geht's. Die Wellen waren diesmal wohl nicht so hoch wurde uns gesagt, aber geschaukelt und gesprungen ist das Boot trotzdem ganz schön. Wir sind dann also mit ca. 70km/h durch die Bucht gebrettert. Dabei könne einem die Haare schon mal etwas zu Berge stehen!


Nach ca. 1 Stunde sind wir dann am eigentlichen Ziel unsere Fahrt angekommen, dem "Hole in the Rock", übersetzt Loch im Felsen - wie man auf dem Bild unschwer erkennen kann.

Auf dem Rückweg vom "Hole in the Rock" wurden wir dann auf Wunsch auf einer der Inseln abgesetzt und konnten uns dort ein wenig umschauen und umherwandern. Von der Spitze der Insel hatte man einen tollen Ausicht auf einen Teil der Insellandschaft.



Und komsiche Tiere gab es auch auf der Insel, solche habe ich persönlich noch nie vorher gesehen - die hatten sich im Gebüsch versteckt und man man hat sich ganz schön erschrocken! Christoph waren diese Tiere wohl besser bekannt! ;o)

Wir hatten sogar richtig Glück mit dem Wetter, denn obwohl eigentlich nur Regen vorhergesagt war, hatten wir recht viel Sonnenschein während unseres Trips durch die Bucht! Und auch auf "unserer" Insel war das Wetter gut, wenn man sieht wie es weiter weg aussah *bibber*, da wollte man eigentlich gar nicht mehr runter von ihr!


Doch als sie uns dann pünktlich zum Einsetzen des Regens wieder abgeholt haben, waren wir dann doch ganz froh. Als wir zurück auf dem Festland waren, sind wir dann auch gleich wieder zurück nach Auckland gedüst, denn am nächsten ging schon Christoph Flug back to Australia.

War wieder einmal eine schöne Zeit, die man hier verbracht hat und ich denke Christoph hat das auch mal ganz genossen aus seinem Wohnungs- und Praktikumsstress rauszukommen! :))

Sonntag, 24. Juni 2007

Bis zu den Ferien...

Seit dem Wochende in Raglan ist nicht mehr ganz so viel geschehen, die Prüfungen standen so langsam an und da hieß es sich drauf vorzubereiten.
Davor musste ich jedoch noch einen Aufsatz schreiben, über Windkrafträder und da man ja meistens nicht immer gleich damit anfängt...musste man sich natürlich am Ende ranhalten. Hab ihn aber doch noch ganz gut hinbekommen, obwohl es auf Englisch nicht wirklich leicht ist!
Danach hieß es dann aber wirklich lernen, lernen - denn es war zeimlich viel Stoff aufzuarbeiten, der so liegen geblieben ist zwischen all den Reisen und Freizeitaktivitäten :) Ziemlich viel heißt in Fluid dynamics ca. 450 Seiten Script, welches man sich bei weitem nicht alles merken konnte, aber nicht desto trotz verlief die anschließende Klausur relativ gut (B-). In Anbetracht der Tatsachen, dass wirklich Sachen dran kamen, die wir nicht einmal Ansatzweise besprochen haben kann ich mit dem Ergebnis durchaus zu frieden sein. :)
Nun heißt es erstmal die Ferien genießen - am 26. komt Christoph mich ja besuchen, freu mich schon drauf - mal sehen, was wir da schickes machen werden, aber dazu später mehr!
Bis dann...

Donnerstag, 10. Mai 2007

Ein Wochenende in Raglan!

Ich hab mir gedacht, man könnte ja mal wieder etwas schreiben - ist ja schon ein kleines Weilchen her. ;)
Am Wochende vom 4. bis 6. Mai hat Jan und mich wieder einmal das Surffieber gepackt und wir sind kurzerhand nach Raglan gefahren, einem anderen bekannten Surfspot in Neuseeland! Wir hatten sogar einigermaßen Glück mit dem Wetter und Wellen waren auch da, wenn gleich sie nicht die größten waren. Aber für zwei blutige Anfänger wie uns gerade richtig!
Es hat sogar richtig gut geklappt und man konnte teilweise eine Wellen bis an den Strand reiten, das ist ein Wahnsinns gefühl sag ich euch! :)) Das auf dem Bild unten ist zwar keiner von uns, aber so ähnlich sah das bei uns auch aus - ehrlich! Des is scho a moards gaudi!?!
Wie waren am Samstag und Sontnag ca. 3 Stunden auf dem Wasser und das fühlt man auch! Doch der Tag hat ja bekanntlich merh als 3 Stunden, also was machen!? Da fiel unser Blick auf die Golftasche, die in einer Ecke unseres Backpackers stand...hm...könnte man ja mal ausprobieren! Gesagt getan...ab zum Golfplatz! Wollten wir doch mal sehen, was die Bonzen da so treiben!
Am Golfplatz angekommen, noch ein paar Bälle gekauft und ab auf das Grün, Ball auf das Tee platzieren und ab damit, hört sich ja eigentlich gar nicht soo schwer an. Also hinstellen, Maß nehmen, ausholen...


....und schlaaag!!! Sieht doch gar nicht so schlecht aus auf dem Bild, oder!? Nur blöd, dass der Ball dort noch liegt *fg* Also nochmal...und nochmal...bis man irgendwann nach mehreren Fehlschlägen den Ball doch getroffen hat! Endlich! Nach ein paar Versuchen hat es dann aber einigermaßen gklappt mit dem Abschlag!
Obwohl manchmal die Bälle eigenartige Wege genommen haben; dann hieß es, wer suchet der findet - jedoch nicht unbedingt den eigenen Ball, was ganz gut war, denn mit den anfänglichen Bällen hatte es sich bald ausgespielt - übern Zaun, ins dichte Gebüsch oder ins Wasser waren keine seltenen "Ziele". Da waren wir ganz froh, dass wir noch einige Bälle gefunden haben!

Doch irgendwann sind auch wir auf dem Grün angekommen und haben dann irgendwie den Ball auch ins Loch gekriegt. Mal davon abgesehen, dass wir ca 12 Schläge anstatt der vorgegebenen 4 gebraucht haben, waren wir doch ganz zufrieden!
Am Sonntag waren wir dann natürlich auch noch mal Golfen, da ging es schon besser! Und womit keiner von uns anfänglich gerechnet hat, ist, dass es solch riesen Spaß macht - Vorsicht Suchtgefahr! - sag ich da nur!
Anschließend ging es dann wieder zurück ins trübe Auckland! Aber das Wochenende wird mir wohl lange in Erinnerung bleiben! :)

Mittwoch, 25. April 2007

Mein erster Bungeejump!

Hier ist nun das Video von meinem Bungeesprung in Queenstown!

Sonntag, 22. April 2007

4700 eindrucksvolle Kilometer auf der Südinsel!

Die letzten 2 Wochen waren wahrscheinlich die beeindruckendsten Wochen meines Lebens, mal abgesehen von meiner Geburt ;)
Wir haben in den vergangenen 2 Wochen Osterferien die Südinsel Neuseelands umrundet. Nun möchte ich versuchen hier ein paar Eindrücke wiederzugeben, wobei ich selber wahrscheinlich noch einige Zeit brauchen werde um diese zu verarbeiten, denn es verging kaum ein Tag an dem man nicht ins staunen kam, aber nun mal von vorne...

Jan, Flo und ich sind gleich am Karfreitag mit dem bis unters Dach vollbepacktem Auto von Auckland nach Wellington gefahren, dort sollten wir dann mit der Fähre zur Südinsel übersetzen. Schon die 3 stündige Fährfahrt, war ganz interessant, besonders als wir in das Einzugsgebiet der Südinsel kamen, in die sogenannten Malborough Sounds, welches eine Art Fjordlandschaft ist. Angekommen in Picton begannen wir nun unsere Reise mit der Suche nach der ersten Übernachtungsmöglichkeit. Ein wenig außerhalb von Picton haben wir schließlich am Rande eines Feldweges, oberhalb eines träumerischen Baches übernachtet. Da wir jedoch nur ein zweier Zelt hatten musste einer immer im Kofferaum übernachten und der eine war ich. War aber nur halb so wild, da im Kofferaum genug Platz war zum schlafen, zumindest nachdem wir alle sachen in einer halbstündigen Umpackaktion auf die Vordersitze verlagert haben, würd sagen eine logistische Meisterleistung ;) Am nächsten Tag ging es dann weiter in Richtung Golden Bay und Farewell Spit dem nördlichsten Teil der Südinsel. Auf dem Weg dorthin wollten wir in der nächsten, größeren Stadt auf einem Campingplatz übernachten. Es stellte sich jedoch heraus, dass die in der Autokarte fettgedruckte Stadt Namens Collingwood nur ein verschlafenes, kleines Dörfchen mit ca. 250 Einwohnern war. Trotzdem gab es dort einen hübschen Campingplatz direkt am Strand. Am dritten Tag sind wir dann endlich am nördlichsten Teil angekommen und haben uns die "Wharariki Beach" angeschaut. Und das war definitiv der schönste Strand, den ich je gesehen hab. Es war eine ca. 2 km lange, große Bucht mit 150 bis 200 m breitem, feinem Sandstrand und glasklarem Wasser. Dazu noch blauer Himmel und alles umrundet von einer grasgrünen Hügellandschaft, einfach atemberaubend! Nachdem wir dort ein kurzes Bad im ziemlich kalten Wasser genommen haben, wollten wir zum Capefarewell (nordspitze) wandern. Das Problem war nur, dass wir uns nach einer guten halben Stunde irgendwo auf den grünen Hügeln in mitten von Schafen und deren Exkrementen befanden und zwar jenseits von irgendwelchen Wanderwegen ;) Uns blieb also nix anderes übrig als weiter zu laufen, in der Hoffnung irgendeinen Weg oder sogar das Cape Farewell zu finden, was uns dann letzendlich auch gelang. Nach einer kurzen Pause und dem lustigen Anblick einer Gruppe Japanern, die sich voll dem Vorurteil entsprechend gegenseitig wie wild fotografierten, sind wir dann zurück zum Auto und weiter zum nächste Campingplatz auf dem Weg zum Franz Josef Glacier.
Am 4. Tag erreichten wir schleißlich gegen Abend den Ort am Fuße des Franz Josph Glaciers, der komsicherweise auch "Franz Josef Glacier" hieß. Nachdem wir eine Unterkunft gefunden hatten, kümmerten wir uns auch gleich um die Buchung einer Gletschertour für den nächsten Tag. Der Paln war, die 4-5 stündige Gletschertour zu machen und anschließend gleich weiter zu fahren Richtung Süden. Doch wie das so ist mit Plänen, kommt mal wieder alles anders als gedacht! Wir mussten nämlich die Gletschertour vorzeitig beenden , da es aufgrund von sehr starkem Regen und Sturm zu gefährlich war weiterzulaufen. Die Wege wurden nämlich von den Tourguides vorher ins Eis gehackt, aber durch das ganz Wasser wurden sie sehr schnell wieder weggespült. Außerdem waren wir auch schon total durchgeweicht, ich war komplett nass bis auf die Haut. Deswegen mussten wir uns dann auch noch eine Hostel suchen, wo wir unsere Sachen trocknen und uns aufwärmen konnten.
Wenn ihr euch das linke Bild anschaut, könnt ihr ja mal schätzen wie lang man bis zum Fuß des Gletschers braucht...!?!.... ich bin mir sicher, dass ihr euch gewaltig verschätzt. Denn die Ausmaße des Gletschers und des Tals sind extrem. Man denkt vielleicht 5 oder 10 min, aber weit gefehlt, man braucht eine gute halbe Stunde um bis dahin zukommen! Von nahem sieht es dann so aus wie auf dem rechtem Bild! ;)

Von dort aus sind wir dann am 6. Tag weiter nach Queenstown gefahren, eine verrückte Stadt was verrückte Aktivitäten angeht. Dort fand zum Beispiel auch der erste Bungeesprung der Welt statt. Und was macht man da...genau verrückte Sportarten! Deswegen sind auch wir in so ein Büro gegangen und haben einen Bungeesprung und eine Jetbootfahrt gebucht. Weil es jedoch noch Donnerstagabend war, aber die Jetbootfahrt und der Bungeesprung erst Sonntag stattfinden sollte, haben wir für Samstag noch einen Bootstrip durch die südliche Fjordlandschaft gebucht. Also sind wir am Freitag, unserem 7. Tag, nach Milford gefahren und haben uns dort eine Unterkunft gesucht um am nächsten Tag dann die Tour durch die sogenannten Milfordsounds zu machen. Dieser Bootstrip zählt zweifellos zu den schönsten Unternehmungen auf der Südinsel. Wir hatten mal wieder sehr viel Glück mit dem Wetter, obwohl es sehr kalt war - unsere Milch war übernacht gefroren :) Um 9.00 legten wir dann ab, um uns die wunderschöne Landschaft der Fjorde anzusehen, welche von schneebedeckten Gebirgsspitzen eingerahmt waren. Unterwegs gab es dann zahlreiche, wunderschöne Wasserfälle zu sehen in denen bunte Regenbogen schimmerten, oder extrem steile, sehr schroffe Felswände, auch Seerobben bekamen wir zu Gesicht, die sich auf Felsen in der Sonne aalten. Den Höhepunkt stellten allerdings die Delphine dar, die wir an der Mündung des Fjords zu Gesicht bekamen. Sie schwommen eine ganze Weile vor der Bugspitze her. Das war schon ein toller Anblick.

Nachdem wir von der Bootstour zurück waren, machten wir uns nach einem kräftigem Essen auf den Weg zurück nach Queenstown um endlich unsere anderen gebuchten Sachen zu erledigen. Angekommen in Queenstown waren wir abends noch in einer Bar, haben ein wenig Billiard gespielt und noch eine Kleinigkeit getrunken, naja oder besser eine Kleinigkeit mehr, was vielleicht nicht gerade vorteilhaft war in Anbetracht des Bungeesprungs am nächsen Tag. Die allgemeine Anspannung war eigentlich jedem anzumerken, zumindest kam das Thema "der Absprung" im Laufe des Abends immer wieder zum Gespräch! Aber was solls, wann hat man schon mal die Möglichkeit einen Bungeesprung aus 134m Höhe zu machen, ja richtig 134m!!! Das ist die viert höchste Bungeeanlage der Welt - eigentlich Wahnsinn! Das es Wahnsinn war wurde einem aber erst bewusst als man wirklich am Ort des Geschehens war....134m sehen von oben verdammt viel aus! Da hofft man nur, das hier die Gummies genauso schützen, wie in anderen Lebenslagen! ;) Es ging nun bald los, jeder hatte bereits sein Geschirr angelegt. Man wurde immer in 3er Gruppen zur Gondel rübergefahren, von der aus der Sprung sein sollte! Drüben angekommen wurde einem dann die Fußmanschetten angelegt, irgendwann fiel der Name, dann hieß es ab auf den Stuhl, wo man das Seil angelegt bekam und noch ein paar letzte Worte in die Kamera sagen durfte - wenn man konnte! Jetzt war es soweit... aufstehen, von dem Stuhl auf dem man doch gerade noch so gemütlich saß. Mit zittrigen Beinen tastete man sich vor bis zur Kante, genau die Kante an der es nur noch nach unten ging...dann hieß es von hinten 3...2...1...JUMP!!! Und man sprang.........fiel.........und fiel.......und fiel......8 sekunden bis das Seil komplett gespannt war und das Blut einem dermaßen in den Kopfschoss, das man denken könnte er platzt fast. Danach war es vorbei, man war gesprungen und irgendwann auch wieder oben und man konnte sich an fast gar nix erinnern, was den Flug betrifft. Die Erinnerung kam erst etwas später wieder, wahrscheinlich nachdem einem bewusst wurde, was man gerade erlebt hatte.
Danach hieß es ab in den Bus zurück in die Stadt und zum Jetboot fahren, bei dem es auf einem mit 750PS betriebenen Jetboot durch einen Canyon ging - man hatte so oft das Gefühl, man prallt gleich gegen die Felswände, oder setzt in dem extrem flachen Wasser auf. Nach 25 min, einige 360° Drehungen und teilweise nassen Sachen war auch dieser Spaß vorbei. Somit ging es zurück zum Campingplatz und ab ins Bett!

Am nächsten Tag sind wir schleißlich bis zum südlichsten Punkt der Südinsel gefahren, von dem es näher zum Südpol war als zum Äquator. Von dort aus ging es dann immer entlang der southern scenic route bis nach Dunedin, einer sehr schottischen Stadt. Unterwegs machten wir noch halt am Neuseeländischen Niagarafall und genau wie ihr wahrscheinlich jetzt, haben auch wir einen großen Wasserfall erwartet, aber nix da! Es war ein kleiner Bach mit einer kleinen, vielleicht 20 cm hohen Kante... Also nur ein Scherz, den sich mal ein Captain einfallen lassen hat, weil ihn die "Fälle" an die amerikanischen Niagarafälle erinnerten! Nach ein paar weiteren Kilometern hielten wir dann am sogenannten Nuggetpoint und beobachteten Gelbaugenpinguine, wie sie aus dem Wasser ans Land kamen und die kleinen Hügel hochsprangen, das sah schon sehr komisch aus.
Als wir Dunedin erreichten, nahmen wir an einer Führung durch die Cadburry Schokoladenfabrik teil. Die Führung war nicht so interessant, aber man bekam wenigstens ordentlich Schokolade! *schleck*

Am nächsten Tag ging es dann weiter die Ostküste entlang nach Christchurch, der größten Stadt der Südinsel. Ich persönlich mochte die Stadt, weil alles ziemlich entspannt zuging und man nicht das Großstadtgefühl hatte, obwohl die Stadt mit 350.000 Einwohner viel größer als z.B. Magdeburg ist. Dort haben wir noch eine Art Antarkticmuseum besucht, welches eigentlich ganz interessant war, es gab zum Beispiel auch kleine Pinguine zu sehen. Etwas Südlich von der Stadt hatten wir dann auch das Glück einen Seehund von nahem zu sehen. Das komische war, eigentlich ist das Gebiet in dem sie liegen abgesperrt, aber einer lag vor dem Zaun und hat geschlafen, so dass man ganz nah ran konnte!

Nachdem wir noch ein bischen Zeit in Christchurch verbracht haben, sind wir am 12. Tag unseres Trips schließlich weiter nach Kaikoura gefahren. Von dort aus nahmen wir an einer Waltour teil, welche sich durchaus gelohnt hat. Wir kamen alle auf ein Katamaranartiges Motorboot, von dem aus die Wale geortet wurden und wenn welche da waren, sind wir so schnell wie möglich dorthin gefahren um uns die Wale anzuschauen. Das sind schon sehr beeindruckende Wesen! Wir haben zwei Pottwale gesehen mit einer Größe von ca. 16m. Sie liegen etwa 10 bis 15 min im Wasser und dann tauchen sie ab. Dabei kann man ihre riesige Schwanzflosse sehen, einfach wunderschön! Auf der Weg zurück zum Hafen hatten wir das Glück nochmal Delphine anzutreffen, aber nicht nur 2 oder 3 sonder bestimmt 100 Stück, alle auf einem Haufen und sie sprangen umher, total klasse! :)

Das war dann auch schon das letzte "Abenteuer" auf unserem Trip. Jetzt ging es nur noch zurück nach Picton, wo wir am Samstag morgen um 5.45 unsere Fähre zurück auf die Nordinsel nehmen mussten. Und eigentlich bin ich auch ganz froh mal wieder in einem richtgien Bett schlafen zu können und ordentlich zu duschen! :)

Wie anfangs schon erwähnt, war das wohl der beste Trip den ich je gemacht habe und da soll nochmal einer sagen Sightseeing ist langweilig - kann vielleicht sein, jedoch nicht in Neusseland! :)

Montag, 26. März 2007

Ein Trip nach Coromandel!

Ich bin nun seit 6 Wochen in Auckland und so interessant wie die Stadt auch sein mag, es ist und bleibt eine Großstadt, von der man auch mal die Nase voll hat! Der ganze Verkehr, all die Menschen...Es ist Zeit mal ein Wochenedne im "Freien" zu verbringen.
Somit beschlossen wir, d.h. Jan, Robert (jemand aus einer meiner Kurse) und ich das Wochende auf der Halbinsel Coromandel zu verbringen. Sie liegt im Südosten von Auckland und soll Berichten zufloge sehr schön sein. Also nahmen wir das Auto und machten uns auf nach Coromandel. Nach etwa 3 Stunden Fahrt waren wir am Hals der Halbinsel angelangt und beschlossen zuerst die Westküste entlang zu fahren. Das linke Bild zeigt übrigens mein Auto, welches ich mir hier zugelegt habe :)
Nach weiteren 3 Stunden hatten wir die Westkueste geschafft und fuhren nach Hanui zur Ostkueste, wo wir uns in einem Backpacker einquartierten und uns anschließend auf den Weg zur sogenannte Cathedral Cove aufmachten - und dies stellte alles bis jetzt gesehen in den Schatten! So ein toller Strand und dann der Kreidefelsen dazu, einfach schön!
Nachdem wir von der Cove und dem Sprung ins kuehle Nass zurück waren, fuhren wir weiter zur Hot Water Beach, auch das war ein klasse Erlebnis. Dies ist ein Strand an dem es an einer bestimmten Stelle heiße unterirdische Quellen gibt und bei Ebbe kann man sich ein kleines Locham Strand buddeln und sich in das heiße Wasser legen, welches aus dem Boden kommt. Schon komisch, wenn 10m weiter das kalte, salzige Meer tobt! Natürlich waren die Quellen heiß begehrt bei Touristen und somit waren es auch einige Leute, die sich dort tummelten als wir ankamen. Das war jedoch nur zu unserem Vorteil - wir brauchten nämlich keine Loch mehr zu buddeln nur noch reinlegen und genießen!
Am naechsten Tag sind wir dann weiter ins Innere der Halbinsel gefahren um eine Wanderung in den Pinnacles zu machen. Die Pinnacles sind eine Art Gebirge welche aus Vulkangestein entstanden sind. Die Zeit die man für die Wanderung einplanen sollte, war im Reiseführer mit ca. 6 - 8 Stunden angegeben. Doch Kraft unserer Wassersuppe glaubten wir sie in ca. 4 Stunden schaffen zu können. Aber weit gefehlt, die Tour war anstrengender als Gedacht. Sie führte über felsige Hänge in denen Steinstufen reingehauen waren. Es hieß also fast die ganze Zeit Treppen steigen und das war ganz schön anstregend und auch nicht ungefährlich an manchen Stellen. Das Ergebnis waren 5 1/2 Stunden Wanderung und zwei kaputte Schuhe meinerseits :-/ Aber trotzdem bot sich eine beeindruckendes Scenario, mit einem Mix aus schroffen Felsen, Dschungel- und Savannenähnlicher Landschaft!

Nach der Wanderung mussten wir dann auch schon wieder zurück nach Auckland, was einem reichlich schwer fiel nach so ein paar tollen, aber irgendwie zu kurzen Tagen.


Übrigens: Ihr könnt auch auf die Bilder klicken, dann seht ihr sie in Groß ;)