Wir haben in den vergangenen 2 Wochen Osterferien die Südinsel Neuseelands umrundet. Nun möchte ich versuchen hier ein paar Eindrücke wiederzugeben, wobei ich selber wahrscheinlich noch einige Zeit brauchen werde um diese zu verarbeiten, denn es verging kaum ein Tag an dem man nicht ins staunen kam, aber nun mal von vorne...
Jan, Flo und ich sind gleich am Karfreitag mit dem bis unters Dach vollbepacktem Auto von Auckland nach Wellington gefahren, dort sollten wir dann mit der Fähre zur Südinsel übersetzen. Schon die 3 stündige Fährfahrt, war ganz interessant, besonders als wir in das Einzugsgebiet der Südinsel kamen, in die sogenannten Malborough Sounds, welches eine Art Fjordlandschaft ist. Angekommen in Picton begannen wir nun unsere Reise mit der Suche nach der ersten Übernachtungsmöglichkeit. Ein wenig außerhalb von Picton haben wir schließlich am Rande eines Feldweges, oberhalb eines träumerischen Baches übernachtet. Da wir jedoch nur ein zweier Zelt hatten musste einer immer im Kofferaum übernachten und der eine war ich. War aber nur halb so wild, da im Kofferaum genug Platz war zum schlafen, zumindest nachdem wir alle sachen in einer halbstündigen Umpackaktion auf die Vordersitze verlagert haben, würd sagen eine logistische Meisterleistung ;) Am nächsten Tag gin
g es dann weiter in Richtung Golden Bay und Farewell Spit dem nördlichsten Teil der Südinsel. Auf dem Weg dorthin wollten wir in der nächsten, größeren Stadt auf einem Campingplatz übernachten. Es stellte sich jedoch heraus, dass die in der Autokarte fettgedruckte Stadt Namens Collingwood nur ein verschlafenes, kleines Dörfchen mit ca. 250 Einwohnern war. Trotzdem gab es dort einen hübschen Campingplatz direkt am Strand. Am dritten Tag sind wir dann endlich am nördlichsten Teil angekommen und haben uns die "Wharariki Beach" angeschaut. Und das war definitiv der schönste Strand, den ich je gesehen hab. Es war eine ca. 2 km lange, große Bucht mit 150 bis 200 m breitem, feinem Sandstrand und glasklarem Wasser. Dazu noch blauer Himmel und alles umrundet von einer grasgrünen Hügellandschaft, einfach atemberaubend! 
Nachdem wir dort ein kurzes Bad im ziemlich kalten Wasser genommen haben, wollten wir zum Capefarewell (nordspitze) wandern. Das Problem war nur, dass wir uns nach einer guten halben Stunde irgendwo auf den grünen Hügeln in mitten von Schafen und deren Exkrementen befanden und zwar jenseits von irgendwelchen Wanderwegen ;) Uns blieb also nix anderes übrig als weiter zu laufen, in der Hoffnung irgendeinen Weg oder sogar das Cape Farewell zu finden, was uns dann letzendlich auch gelang. Nach einer kurzen Pause und dem lustigen Anblick einer Gruppe Japanern, die sich voll dem Vorurteil entsprechend gegenseitig wie wild fotografierten, sind wir dann zurück zum Auto und weiter zum nächste Campingplatz auf dem Weg zum Franz Josef Glacier.
Am 4. Tag erreichten wir schleißlich gegen Abend den Ort am Fuße des Franz Josph Glaciers, der komsicherweise auch "Franz Josef Glacier" hieß. Nachdem wir eine Unterkunft gefunden hatten, kümmerten wir uns auch gleich um die Buchung einer Gletschertour für den nächsten Tag. Der Paln war, die 4-5 stündige Gletschertour zu machen und anschließend gleich weiter zu fahren Richtung Süden. Doch wie das so ist mit Plänen, kommt mal wieder alles anders als gedacht! Wir mussten nämlich die Gletschertour vorzeitig beenden , da es aufgrund von sehr starkem Regen und Sturm zu gefährlich war weiterzulaufen. Die Wege wurden nämlich von den Tourguides vorher ins Eis gehackt, aber durch das ganz Wasser wurden sie sehr schnell wieder weggespült. Außerdem waren wir auch schon total durchgeweicht, ich war komplett nass bis auf die Haut. Deswegen mussten wir uns dann auch noch eine Hostel suchen, wo wir unsere Sachen trocknen und uns aufwärmen konnten.

Wenn ihr euch das linke Bild anschaut, könnt ihr ja mal schätzen wie lang man bis zum Fuß des Gletschers braucht...!?!.... ich bin mir sicher, dass ihr euch gewaltig verschätzt. Denn die Ausmaße des Gletschers und des Tals sind extrem. Man denkt vielleicht 5 oder 10 min, aber weit gefehlt, man braucht eine gute halbe Stunde um bis dahin zukommen! Von nahem sieht es dann so aus wie auf dem rechtem Bild! ;)
Von dort aus sind wir dann am 6. Tag weiter nach Queenstown gefahren, eine verrückte Stadt was verrückte Aktivitäten angeht. Dort fand zum Beispiel auch der erste Bungeesprung der Welt statt. Und was macht man da...genau verrückte Sportarten! Deswegen sind auch wir in so ein Büro gegangen und haben einen Bungeesprung und eine Jetbootfahrt gebucht. Weil es jedoch noch Donnerstagabend war, aber die Jetbootfahrt und der Bungeesprung erst Sonntag stattfinden sollte, haben wir für Samstag noch einen Bootstrip durch die südliche Fjordlandschaft gebucht. Also sind wir am Freitag, unserem 7. Tag, nach Milford gefah
ren und haben uns dort eine Unterkunft gesucht um am nächsten Tag dann die Tour durch die sogenannten Milfordsounds zu machen. Dieser Bootstrip zählt zweifellos zu den schönsten Unternehmungen auf der Südinsel. Wir hatten mal wieder sehr viel Glück mit dem Wetter, obwohl es sehr kalt war - unsere Milch war übernacht gefroren :) Um 9.00 legten wir dann ab, um uns die wunderschöne Landschaft der Fjorde anzusehen, welche von schneebedeckten Gebirgsspitzen
eingerahmt waren. Unterwegs gab es dann zahlreiche, wunderschöne Wasserfälle zu sehen in denen bunte Regenbogen schimmerten, oder extrem steile, sehr schroffe Felswände, auch Seerobben bekamen wir zu Gesicht, die sich auf Felsen in der Sonne aalten. Den Höhepunkt stellten allerdings die Delphine dar, die wir an der Mündung des Fjords zu Gesicht bekamen. Sie schwommen eine ganze Weile vor der Bugspitze her. Das war schon ein toller Anblick.
Nachdem wir von der Bootstour zurück waren, machten wir uns nach einem kräftigem Essen auf den Weg zurück nach Queenstown um endlich unsere anderen gebuchten Sachen zu erledigen. Angekommen in Queenstown waren wir abends noch in einer Bar, haben ein wenig Billiard gespielt und noch eine Kleinigkeit getrunken, naja oder besser eine Kleinigkeit mehr, was vielleicht nicht gerade vorteilhaft war in Anbetracht des Bungeesprungs am nächsen Tag. Die allgemeine Anspannung war eigentlich jedem anzumerken, zumindest kam das Thema "der Absprung"
im Laufe des Abends immer wieder zum Gespräch! Aber was solls, wann hat man schon mal die Möglichkeit einen Bungeesprung aus 134m Höhe zu machen, ja richtig 134m!!! Das ist die viert höchste Bungeeanlage der Welt - eigentlich Wahnsinn! Das es Wahnsinn war wurde einem aber erst bewusst als man wirklich am Ort des Geschehens war....134m sehen von oben verdammt viel aus! Da hofft man nur, das hier die Gummies genauso schützen, wie in anderen Lebenslagen! ;) Es ging nun bald los, jeder hatte bereits sein Geschirr angelegt. Man wurde immer in 3er Gruppen zur Gondel rübergefahren, von der aus der Sprung sein sollte! Drüben angekommen wurde einem dann die Fußmanschetten angelegt, irgendwann fiel der Name, dann hieß es ab auf den Stuhl, wo man das Seil angelegt bekam und noch ein paar letzte Worte in die Kamera sagen durfte - wenn man konnte! Jetzt war es soweit... aufstehen, von dem Stuhl auf dem man doch gerade noch so gemütlich saß. Mit zittrigen Beinen tastete man sich vor bis zur Kante, genau die Kante an der es nur noch nach unten ging...dann hieß es von hinten 3...2...1...JUMP!!! Und man sprang.........fiel.........und fiel.......und fiel......8 sekunden bis das Seil komplett gespannt war und das Blut einem dermaßen in den Kopfschoss, das man denken könnte er platzt fast. Danach war es vorbei, man war gesprungen und irgendwann auch wieder oben und man konnte sich an fast gar nix erinnern, was den Flug betrifft. Die Erinnerung kam erst etwas später wieder, wahrscheinlich nachdem einem bewusst wurde, was man gerade erlebt hatte.
Danach hieß es ab in den Bus zurück in die Stadt und zum Jetboot fahren, bei dem es auf einem mit 750PS betriebenen Jetboot durch einen Canyon ging - man hatte so oft das Gefühl, man prallt gleich gegen die Felswände, oder setzt in dem extrem flachen Wasser auf. Nach 25 min, einige 360° Drehungen und teilweise nassen Sachen war auch dieser Spaß vorbei. Somit ging es zurück zum Campingplatz und ab ins Bett!
Am nächsten Tag sind wir schleißlich bis zum südlichsten Punkt der Südinsel gefahren, von dem es näher zum Südpol war als zum Äquator. Von dort aus ging es dann immer entlang der s
outhern scenic route bis nach Dunedin, einer sehr schottischen Stadt. Unterwegs machten wir noch halt am Neuseeländischen Niagarafall und genau wie ihr wahrscheinlich jetzt, haben auch wir einen großen Wasserfall erwartet, aber nix da! Es war ein kleiner Bach mit einer kleinen, vielleicht 20 cm hohen Kante... Also nur ein Scherz, den sich mal ein Captain einfallen lassen hat, weil ihn die "Fälle" an die amerikanischen Niagarafälle erinnerten! Nach ein paar weiteren Kilometern hielten wir dann am sogenannten Nuggetpoint und beobachteten Gelbaugenpinguine, wie sie aus dem Wasser ans Land kamen und die kleinen Hügel hochsprangen, das sah schon sehr komisch aus.
Als wir Dunedin erreichten, nahmen wir an einer Führung durch die Cadburry Schokoladenfabrik teil. Die Führung war nicht so interessant, aber man bekam wenigstens ordentlich Schokolade! *schleck*
Am nächsten Tag ging es dann weiter die Ostküste entlang nach Christchurch, der größten Stadt der Südinsel. Ich persönlich mochte die Stadt, weil alles ziemlich entspannt zuging und man nicht das Großstadtgefühl hatte, obwohl die Stadt mit 350.000 Einwohner viel größer als z.B. Magdeburg ist. Dort haben wir noch eine Art Antarkticmuseum besucht, welches eigentlich ganz interessant war, es gab zum
Beispiel auch kleine Pinguine zu sehen. Etwas Südlich von der Stadt hatten wir dann auch das Glück einen Seehund von nahem zu sehen. Das komische war, eigentlich ist das Gebiet in dem sie liegen abgesperrt, aber einer lag vor dem Zaun und hat geschlafen, so dass man ganz nah ran konnte!
Nachdem wir noch ein bischen Zeit in Christchurch verbracht haben, sind wir am 12. Tag unseres Trips schließlich weiter nach Kaikoura gefahren. Von dort aus nahmen wir an einer Waltour teil, welche sich durchaus gelohnt hat. Wir kamen alle auf ein Katamaranartiges Motorboot, von dem aus die Wale geortet wurden und wenn
welche da waren, sind wir so schnell wie möglich dorthin gefahren um uns die Wale anzuschauen. Das sind schon sehr beeindruckende Wesen! Wir haben zwei Pottwale gesehen mit einer Größe von ca. 16m. Sie liegen etwa 10 bis 15 min im Wasser und dann tauchen sie ab. Dabei kann man ihre riesige Schwanzflosse sehen, einfach wunderschön! Auf der Weg zurück zum Hafen hatten wir das Glück nochmal Delphine anzutreffen, aber nicht nur 2 oder 3 sonder bestimmt 100 Stück, alle auf einem Haufen und sie sprangen umher, total klasse! :)
Das war dann auch schon das letzte "Abenteuer" auf unserem Trip. Jetzt ging es nur noch zurück nach Picton, wo wir am Samstag morgen um 5.45 unsere Fähre zurück auf die Nordinsel nehmen mussten. Und eigentlich bin ich auch ganz froh mal wieder in einem richtgien Bett schlafen zu können und ordentlich zu duschen! :)
Wie anfangs schon erwähnt, war das wohl der beste Trip den ich je gemacht habe und da soll nochmal einer sagen Sightseeing ist langweilig - kann vielleicht sein, jedoch nicht in Neusseland! :)
Am 4. Tag erreichten wir schleißlich gegen Abend den Ort am Fuße des Franz Josph Glaciers, der komsicherweise auch "Franz Josef Glacier" hieß. Nachdem wir eine Unterkunft gefunden hatten, kümmerten wir uns auch gleich um die Buchung einer Gletschertour für den nächsten Tag. Der Paln war, die 4-5 stündige Gletschertour zu machen und anschließend gleich weiter zu fahren Richtung Süden. Doch wie das so ist mit Plänen, kommt mal wieder alles anders als gedacht! Wir mussten nämlich die Gletschertour vorzeitig beenden , da es aufgrund von sehr starkem Regen und Sturm zu gefährlich war weiterzulaufen. Die Wege wurden nämlich von den Tourguides vorher ins Eis gehackt, aber durch das ganz Wasser wurden sie sehr schnell wieder weggespült. Außerdem waren wir auch schon total durchgeweicht, ich war komplett nass bis auf die Haut. Deswegen mussten wir uns dann auch noch eine Hostel suchen, wo wir unsere Sachen trocknen und uns aufwärmen konnten.
Nachdem wir von der Bootstour zurück waren, machten wir uns nach einem kräftigem Essen auf den Weg zurück nach Queenstown um endlich unsere anderen gebuchten Sachen zu erledigen. Angekommen in Queenstown waren wir abends noch in einer Bar, haben ein wenig Billiard gespielt und noch eine Kleinigkeit getrunken, naja oder besser eine Kleinigkeit mehr, was vielleicht nicht gerade vorteilhaft war in Anbetracht des Bungeesprungs am nächsen Tag. Die allgemeine Anspannung war eigentlich jedem anzumerken, zumindest kam das Thema "der Absprung"
Danach hieß es ab in den Bus zurück in die Stadt und zum Jetboot fahren, bei dem es auf einem mit 750PS betriebenen Jetboot durch einen Canyon ging - man hatte so oft das Gefühl, man prallt gleich gegen die Felswände, oder setzt in dem extrem flachen Wasser auf. Nach 25 min, einige 360° Drehungen und teilweise nassen Sachen war auch dieser Spaß vorbei. Somit ging es zurück zum Campingplatz und ab ins Bett!
Am nächsten Tag sind wir schleißlich bis zum südlichsten Punkt der Südinsel gefahren, von dem es näher zum Südpol war als zum Äquator. Von dort aus ging es dann immer entlang der s
Als wir Dunedin erreichten, nahmen wir an einer Führung durch die Cadburry Schokoladenfabrik teil. Die Führung war nicht so interessant, aber man bekam wenigstens ordentlich Schokolade! *schleck*
Das war dann auch schon das letzte "Abenteuer" auf unserem Trip. Jetzt ging es nur noch zurück nach Picton, wo wir am Samstag morgen um 5.45 unsere Fähre zurück auf die Nordinsel nehmen mussten. Und eigentlich bin ich auch ganz froh mal wieder in einem richtgien Bett schlafen zu können und ordentlich zu duschen! :)
Wie anfangs schon erwähnt, war das wohl der beste Trip den ich je gemacht habe und da soll nochmal einer sagen Sightseeing ist langweilig - kann vielleicht sein, jedoch nicht in Neusseland! :)
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